ENTWICKLUNGSKONZEPT

Der Trägerverein Hugenottenrathaus e.V. hat das Thema „Neuer Alter Ort“ als ISEK Quartiersentwicklungskonzept selbst erarbeitet. Der Trägerverein ist kompetent besetzt: vom Stadtentwickler, Diplom-Ingenieur, Architekt, Biologe, Umweltschützer, Historiker, Medien- und Finanzexperten, bis hin zum Stadtverordneten und Parteipolitiker – außerdem die noch lebenden Nachfahren von hugenottischen Gründerfamilien, die mit ihrem vererbten Wissen über die Geschichte ganz wesentlich als Impulsgeber fungieren.

Inzwischen wurde das Konzept bereits den politischen Parteien und Teilnehmern der Gruppe „Lokale Partnerschaften“ vorgestellt. Die Parteien sind nun aufgefordert zu entscheiden, ob sie das Thema in die Kommunalwahl März 2021 einbringen wollen und den städtebaulichen Umgang mit dem historischen Stadtkern in ihr Wahlprogramm aufnehmen werden. Außerdem werden die Kandidaten der Parteien zur Bürgermeisterwahl im Oktober 2021 um Meinung befragt und Stellungnahme gebeten. (Nachfolgend wird auszugsweise das Quartiersentwicklungskonzept „Neuer Alter Ort“ vorgestellt. Es steht als Download zur Verfügung).

Revitalisierung – Das Comeback des Alten Ortes

Nach fast 80 Jahren soll mit dem Quartiersentwicklungskonzept urbanes Leben in den historischen Stadtkern von Neu-Isenburg zurückkehren. Vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg prägte buntes Treiben den Alten Ort. Hier wohnten, arbeiteten, handelten die Menschen und viele verbrachten im Alten Ort ihre Freizeit. Auf die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg folgte eine Zeit, in der die Historie und urbanes Leben im Alten Ort immer mehr an Bedeutung verlor. Auch eine Gestaltungssatzung in den 1980er Jahren konnte die Fehlentwicklung nicht aufhalten.
Heute möchten wieder mehr Menschen die Vorteile innerstädtischen Wohnens und Lebens genießen. Bevorzugt sind innerstädtische Quartiere mit Charakter, denn sie werden oft ein-tönigen Neubauquartieren bevorzugt. Der neue Alte Ort soll dieser Entwicklung folgen. Auf historischem Grund entsteht der Neue Alte Ort, wo wieder urbanes Leben zurückkehrt, wo die Menschen wohnen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen können. Und wo die Identität und die historischen Wurzeln das Stadtquartier prägen. Mit dem Förderprogramm „Lebendige Zentren“ soll ein vielfältiges Quartier entstehen und das kulturhistorische Angebot neu belebt werden.

Der Neue Alter Ort auf historischem Grund

Der historische Stadtkern soll als vitaler Ort gestärkt werden, der für alle Bereiche des Lebens – Wohnen, Arbeit, Handel, Kultur und Freizeit – für alle Gruppen der Stadtgesellschaft sowie deren Gäste attraktiv sein soll.

Die Ziele:

  • Durch eine kulturhistorische Wiederbelebung soll die Besucherfrequenz und die Aufenthaltsdauer erhöht werden
  • Der Bekanntheitsgrad soll über die Stadtgrenzen hinaus gesteigert werden
  • Mehr Wohlfühl- und Erlebnisqualität
  • Verbesserung des Einkaufserlebnisses und Freizeitwerts
  • Sicherung und Stärkung des Angebots an Wohnen und Leben
  • Verbesserung der Einzelhandels- und Dienstleistungsangebote
  • Schaffung eines attraktiven Anziehungspunkts auf dem Marktplatz
  • Wertstabilität der Immobilien