MARKTPLATZ DANACH
Das Kriegerdenkmal Germania wird errichtet

Bereits ein Jahr nach dem Abriss des Hugenottenrathauses stand auf dem Marktplatz das Kriegerdenkmal – nach Frankreich zugewandt. Es wurde nicht zerstört und hat heute seinen Platz auf den Alten Friedhof.

Mitte der 1930er Jahren kam die Hitler-Eiche

Die Gestaltung des Marktplatzes im Alten Ort nahm immer mehr politische Züge an. In vielen Städten Deutschlands wurden Hitler-Eichen zur Ehrung von Adolf Hitler gepflanzt. Auch Neu-Isenburg entschied sich eine Hitler-Eiche zu pflanzen.

1980: Marktplatz mit Kreisverkehr

1980 stand das Blumenbeet wieder im Mittelpunkt des Marktplatzes, hinzu kamen noch einige Blumenkübel und eine Bank.

1990: Blumenbeet, Blumenkübel, Bank

1990 wurde beschlossen, dass das Anfang der Anfang der 50er Jahre angelegte Blumenbeet plus Schaltkasten entfernt werden soll, um den gesamten Marktplatz auf pflastern zu können.

Ein Platz zum Verweilen

1997 ist das Blumenbeet mit grauem Schaltkasten verschwunden. Die Presse schrieb begeistert: Ein Ort zum Verweilen – auch ohne Brunnen oder Konturenmodell.

Leerer Platz

Der Marktplatz im Alten Ort in Neu-Isenburg ist seitdem ein leerer Platz.

Das Alte Rathaus heute im neuen Rathaus im 1. Stock

Das Stadtsymbol Hugenottenrathaus ist heute noch an Wänden zu sehen. Als Wandrelief im 1. Stock des Rathauses in der Hugenottenallee befindet sich neben den Bürgermeistern der Stadt, die Abbildung des Alten Rathauses mit dem Text: erbaut 1702, abgerissen 1876.

Achilles Rehberger, ehemaliger Stadtrat der CDU und Befürworter des Wiederaufbaus, fasste es 1988 in einer Sammlung von Zitaten und Argumenten als Reim wie folgt zusammen: „Ein jeder Neu-Isenburger kennt es wohl, das Neu-Isenburger Stadtsymbol. Hugenottenrathaus kurz genannt, das einst auf unserem Marktplatz stand. Im 1. Stock vom Neuen Rathaus es uns entgegenschaut, – wann wird es endlich wiederaufgebaut?

Wandrelief Altes Rathaus

Im Lauf der letzten Jahrzehnte ist im neuen Rathaus der Hugenottenstadt der Respekt und die Beachtung für dieses einzigartige Bauwerk und Kulturgut verloren gegangen. Trotzdem wird es immer noch als das Wahrzeichen der Stadt dargestellt. Im Herbst dieses Jahr wird neben dem Wandrelief ein weiteres Bild eines Bürgermeisters zu sehen sein. Doch keimen der Stadtoberhäupter ist es bisher gelungen die städterbauliche Lücke in der Mitte des denkmal-geschützten Grundrisses zu schließen. Deshalb wirkt dieses Wandbild inzwischen wie ein Mahnmal das durch seine öffentliche Präsenz an ein historisches Ereignis erinnert. Dieses neu erstandene Mahnmal erzeugt beim Betrachter Betroffenheit und das Erinnern wird über die Generationen hinweg weitergegeben. Oder es gelingt nun mit einem neuen Bürgermeister der Wiederaufbau?